31. Januar 2011

Alte Liebe (1)

Heute habe ich in Ettingen diesen Ausblick aus einem dreiflügeligen Fenster gezeichnet.

Unmittelbar vor dem Fenster führt eng am Haus eine Metalltreppe vorbei, an der sich eine Kletterpflanze emporhangelt.

Zuerst interessierte mich die Überlagerung einer geometrischen und einer organischen Struktur.

Während ich das skizzierte, habe ich entdeckt, wie reizvoll die drei Fensterausschnitte das Ganze in drei Bilder aufteilen. Man könnte direkt ein Triptychon gestalten. Also musste auch dieser Aspekt notiert werden, als mögliche Grundlage für ein später zu malendes Bild.



Am Abend ist mir ein Heft mit uralten Zeichnungen in die Hand geraten.
Wie sehr hat mich verblüfft, darin diese Skizze von ca. 1970 zu finden!

Ein Baugerüst, vor dem Fenster meiner damaligen Wohnung ...
Das mit Sprossen unterteilte Fenster lieferte mir damals die Idee für eine dreiteilige Komposition (in vertikaler Anordnung).

Alte Liebe – einige Themen und Motive packen mich über Jahre hinweg immer wieder neu.

(Für grosse Ansicht in die Bilder klicken.)

30. Januar 2011

Neue Bilder

 
Die Überlagerung verschiedener Bildordnungen verursacht eine interessante «Reibung», jedenfalls in meinem Empfinden.






26. Januar 2011

«Capriccio siciliano»

Meine Reihe von «musikalischen» Blättern setze ich fort.
Die starken Kontraste erinnern mich an Tarantella und Vulkanfeuer.
Also ein sizilianisches Capriccio.

Bei der Gelegenheit habe ich bei Wikipedia nachgeschaut, was die Herkunft und genaue Bedeutung des Wortes Capriccio ist:




25. Januar 2011

Kommentare abgeben – ganz einfach!

Freunde!
Einige von Euch tun sich schwer mit der Kommentar-Funktion.
Darum habe ich eine kleine «Gebrauchsanweisung» dafür erstellt.
Du findest diese im dunklen Navigations-Feld oberhalb des Blog unter «Wie kann ich Kommentare abgeben?»

Es freut mich, wenn gelegentlich eine wilde Diskussion entbrennt.

24. Januar 2011

Unseriöses Ansinnen?

Vor einigen Jahren habe ich ein Aktmodell gesucht.
Dafür wollte ich bei der örtlichen Zeitung ein Inserat aufgeben. Den Text habe ich nicht mehr, er könnte etwa so gelautet haben:
«Künstler in Basel sucht Aktmodell für Skizze, Zeichnung, Bildhauerei. Eine interessante Zusammenarbeit erwartet dich. ...»

23. Januar 2011

Heute auf der Staffelei

(Für grosse Ansicht ins Bild klicken)
Ich musste wieder einmal in die Welt von Rot eintauchen.

Dieses Bild hat noch keinen Titel, weil ich mich bisher nicht entscheiden konnte zwischen «Im Wetter des Herzbluts» und «Tango infernal».

Das Thema «Zaun» kommt übrigens auch hier wieder vor: Anregung für die Reihe von hellen Strichen war ein ziemlich übel zugerichteter Zaun in Labeaume (Cevennen, Südfrankreich).

21. Januar 2011

Und nochmals Zäune

(In die Bilder klicken für grosse Ansicht)
Fortsetzung vom 14. Januar.
Dies ist das erwähnte Bild, mit dem ich nicht zufrieden war.

17. Januar 2011

Zwillinge

Zum bestehenden Bild «Runenzartes Morgenlied» vom September 2010 ist ein Geschwister hinzugekommen: «Kelt-iberisches Abendlied».

Acryl/Mischtechnik auf Malplatten 30 x 20 cm.
Beim «Morgenlied» wurde der Farbe rötlicher Sand aus dem Tassili-Elassene (algerische Sahara) beigemischt.

16. Januar 2011

Zäune (Fortsetzung)

(Bilder anklicken für grosse Ansicht)
Ein zweiter Anlauf  ... ich wähle ein anders Foto als Vorlage.

Zuerst eine Studie auf einem grossen Papierbogen.







14. Januar 2011

Auf der Staffelei: ein altes Thema

(Bilder anklicken für grosse Ansicht)
Alte Zäune faszinieren mich seit Jahrzehnten.
Die handgemachten Pfosten und Latten sind stets ein wenig  unterschiedlich
• in ihrer Materialstärke
• in ihrer Höhe und Länge
• in ihrer Form (gerade / verkrümmt)
• in ihrer Ausrichtung (Abweichungen von der Vertikalen und der Horizontalen)
• in ihren Abständen zueinander ...


9. Januar 2011

«das Geräusch meiner Sinne»

(für grosse Ansicht ins Bild klicken)

Acryl auf Leinwand, 60 x 40 cm

Titel aus dem «Stundenbuch vom mönchischen Leben»
von Rainer Maria Rilke

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen, 
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen –:


Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

8. Januar 2011

6. Januar 2011

«geöffneter Himmel schlägt herab»


Meine Entdeckungsreise in die Welt der spannenden Linien, Winkel und Flächenrhythmen führte mich wenig später zu diesem Versuch.

Für den Farbklang hat mich ein Blick in Nachbars Garten inspiriert: in der Abendsonne glänzten reife Quitten über einem Busch blühender Herbstastern, dahinter das rostige Blechdach eines Gartenhäuschens.

Der Titel ist erst zuletzt hinzugekommen. Eine lose Assoziation ... sie  stammt aus dem Gedicht «Aleksis Kivi» von Johannes Bobrowski, wo es heisst:

Ach, die dunkle Schönheit wird aufgetan der sieben
Landschaften. Himmel, geöffneter
Himmel schlägt herab. Die Wälder
stehen im Glanz.

5. Januar 2011

4. Januar 2011

«Fadensonnen»



Dieses Triptychon ist für mich ein Schlüsselwerk, bei dem (oder mit dem) ich auf Themen, Farbklänge und Bildelemente gestossen bin, die mich seither nicht mehr losgelassen haben.

(Acryl auf Leinwand, 3 Tafeln à 50 x 50 cm)


Die drei «Schriftproben» zeigen wichtige Stationen der Schriftgeschichte, nämlich Vorläufer unseres heutigen lateinischen Alfabeths.
 
Auf dem linken Bild: phönizische Schrift
(Davon gibt es leider wenig überlieferte Zeugnisse.)

Auf dem mittleren Bild: dorische (archaisch-griechische) Schrift
(Ausschnitt aus den in Stein gemeisselten Gesetzestexten von Gortys, Kreta. Die Schrift verläuft «furchenwendig»: eine Zeile von links nach rechts, die nächste rückwärts von rechts nach links, usw. Der anschauliche Fachausdruck dafür heisst boustrophedon – wie der Ochse pflügt.)

Auf dem rechten Bild: klassisch-griechische Schrift
(Ausschnitt aus einem Text über den Pharao Ptolemäus und Kleopatra)

3. Januar 2011

«Du sollst mir nicht …»

«… zusehen, wenn meine Fratzen den Spiegel zerschneiden.»
(Marie Luise Kaschnitz)

Bei manchen Bildern weiss ich nicht sofort, ob sie schon fertig sind, oder ob ich daran weiter arbeiten soll. Bei diesem Blatt hat das Monate gedauert und erst, als ich ihm diesen Titel zuordnen konnte, erschien mir die Komposition vollwertig.

(Acryl auf Aquarellbütten, 31 x 22 cm)

1. Januar 2011

Kein Tag ohne Linie!


Vorsatz für 2011:
Nulla dies sine linea – kein Tag ohne Linie!

Der Spuch von Plinius dem Älteren meinte unrsprünglich etwa «Kein Tag ohne Richtschnur, ohne Sinn». Er wird aber zuweilen forsch umgedeutet und auf das Zeichnen bezogen. Denn die Fähigkeit zu Zeichnen ist vergleichbar mit der Fähigkeit, ein Musikinstrument zu spielen: am allerbesten ist es, täglich eine Weile zu üben.

Als mir dies vor ein paar Monaten wieder einmal einfiel, habe ich einfach rasch das aufskizziert, was gerade auf dem Arbeitstisch vor mir stand und lag.

Die guten Vorsätze zum neuen Jahr haben ja allgemein eine kurze Halbwertszeit. Ich habe nicht die Illusion, dass ich «die tägliche Zeichnung» über längere Zeit durchhalte. Aber auch für ein paar wenige Tage ist die Idee gut ...

Ich wünsche dir ein buntes und beschwingtes Jahr!

30. Dezember 2010

«Geschwister» – eine zweiteilige Skulptur ...

(Für grosse Ansicht ins Bild klicken)

... vom Sommer 2009.
Aus portugiesischem rosa Marmor.
Höhen 51 und 36 cm

Mein Lieblingsthema «Rhythmus» findet sich hier vor allem im Verlauf der Konturen: Wenn das Auge daran entlang gleitet, erlebt es an den engen Radien so etwas wie eine Beschleunigung und auf den gestreckten Kurven dementsprechend wieder eine Verlangsamung oder Verzögerung.
Dazu kommt ein lebendiger Wechsel von verschiedenen Steig- und Fallwinkeln. Vielleicht entdeckt man zuletzt noch die Negativform zwischen den beiden Teilen, welche ihreseits in einem spannungsreichen Winkel zueinander aufgestellt werden sollten ... braucht es da noch gegenständliche Bezüge?

29. Dezember 2010

Jubel: ein erster Verkauf!


Dieses Bild wurde soeben von einem Geschäftsfreund erworben. Es ist der erste Verkauf, der aufgrund dieses Blogs zustande gekommen ist.

Weiteren Verkaufserfolg erhoffe ich mir speziell auch von einer grossen Ausstellung in Basel, die am 15. April 2011 eröffnet wird.
(Freunde in der Region Basel: bitte Termin vormerken.)
Weitere Informationen folgen.

Übrigens: alle hier vorgestellten Werke (und noch viele, viele mehr) sind verkäuflich! Wer jetzt zugreift, profitiert von vorläufig noch niedrigen Preisen.
Ausserdem werden Bilder auch vermietet oder in Miete-Kauf angeboten.

Für grosse Büros, Säle, Foyers usw. erstelle ich gerne ein Wandgestaltungs-Konzept. Ein individuelles Angebot ist unverbindlich.

Bei Interesse bitte einfach mailen oder anrufen.